Astralreisen und luzides Träumen: Jede Nacht bereist du andere Welten

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Jede Nacht verlässt dein Bewusstsein die Welt, die du am Tag für Wirklichkeit hältst.

Kennst du das aus deinen Träumen?

  • Räume verändern ihre Form.
  • Zeit verliert ihre Richtung.
  • Du sprichst mit Verstorbenen.
  • Du kannst fliegen,
  • durch Wände gehen oder
  • in einem einzigen Augenblick an einem anderen Ort sein.
  • Du begegnest Wesen, die du noch nie gesehen hast, und weißt trotzdem genau, wer sie sind.
  • Manchmal wachst du mit einer Erkenntnis auf, die nicht aus deinem gewöhnlichen Denken gekommen sein kann.

Wir nennen das Träumen und tun im Alltag so, als wäre es bedeutungslos.

Ich glaube etwas anderes: Im Schlaf betreten wir die sogenannte Astralebene. Jeder Mensch tut es, jede Nacht. Der Unterschied liegt nur darin, ob wir uns am Morgen daran erinnern und ob wir lernen, von unserem Geburtsrecht Gebrauch zu machen, uns auf dieser Ebene bewusst zu bewegen.

Astralreisen und luzides Träumen sind für mich deshalb keine seltene Begabung weniger Auserwählter. Sie gehören zu unserer natürlichen Bewusstseinsfähigkeiten. Sie können durch Übung, eventuell Klärung energenetischer Blockaden und ein generell erhöhtes Bewusstsein wieder freigeschaltet werden, wenn du aktuell keinen Zugang dazu hast.

Was ist die Astralebene?

In meinem spirituellen Weltbild, der Philosophie der Ophidia, ist die Astralebene die emotionale Ebene des Seins. Diese ist weniger dicht, als die alltägliche Realität auf der Erde. Auf der Astralebene bewegen wir uns nicht gebunden durch feste Materie, sondern durch emotionale Resonanz:

  • Unsere Gefühle bestimmen, zu welchen Landschaften wir reisen.
  • Unsere emotionalen Glaubenskonstrukte bestimmen aus spiritueller Sicht, , welchen Wesen wir astral begegnen können; psychologisch betrachtet nehmen unsere Ängste und Wünsche im Traum Gestalt an.
  • Ein Gedanke und eine veränderte Emotion, öffnet Türen zu neuen Welten und Begegnungen. 

Das erklärt, warum die Astralebene wunderschön und herausfordernd zugleich sein kann. Wer im Alltag vor den eigenen Emotionen flieht, wird ihnen "drüben" nicht entkommen. Die Astralebene reagiert unmittelbar auf unsere Emotion. Dieses Prinzip nutzt auch die Manifestation durch das bewusste fühlen von Emotionen, die mit der materialisierten Wunschvorstellung einhergeht!

Mit den eigenen Emotionen im Reinen zu sein bedeutet dabei nicht, immer ruhig, positiv oder vollkommen geheilt zu sein. Es bedeutet, die eigenen Gefühle wahrnehmen zu können, ohne sie zu verdrängen oder unbewusst von ihnen beherrscht zu werden. Ich kann Angst fühlen und trotzdem wissen, dass ich größer bin als die Angst. Ich kann Wut wahrnehmen und entscheiden, was ich mit ihrer Kraft tue: Eine Grenze setzen. Ich kann Trauer durch meinen Körper fließen lassen, ohne mich mit ihr zu identifizieren und sie dafür nutzen, wofür sie da ist: Um Hilfe und Verbindung bitten, in der Physis oder eben im Astral.

Genau diese emotionale Souveränität brauchen wir unbedingt, wenn wir bewusst astral reisen möchten.

Je mehr emotionale Energie wir durch unseren Körper fließen lassen können, desto klarer wird unsere Wahrnehmung der Astralebene. Was vorher wie ein bedrohliches Wesen aka Schlafparalysedämon wirkte, weil Angst im Alltag verdrängt statt gefühlt wurde, kann plötzlich mit Mitgefühl begegnet werden, wenn wir lernen, keine Angst vor der Angst zu haben, uns selbst mit Mitgefühl zu begegnen. Was wie eine fremde Welt erscheint, kann manchmal auch eine Erinnerung aus unserer Ahnenreihe tragen. Was uns im Traum verfolgt, kann uns etwas lehren und zu einer Kraftquelle werden, sobald wir aufhören, davor wegzulaufen.

Mein wiederkehrender Albtraum von der Schlangengrube

Als Kind hatte ich einen wiederkehrenden Albtraum. Ich befand mich in einer Grube voller Schlangen. Jeden Tag kam ich an diesen Ort zurück. Immer wieder war ich der Angst ausgeliefert, bis zu dem Punkt, an dem ich nicht mehr schlafen wollte.

Bis ich eines Tages entschieden habe: Ich weiß, es wird passieren, und ich werde mich erinnern, dass ich "nur" träume. Ich werde mich erinnern, dass ich nicht sterben werde.

In dieser Nacht veränderte sich alles. Ich erinnerte mich in dieser Nacht wirklich, dass die Schlangengrube ein Traum war. So ging das einige Nächte lang, bis ich keine Angst mehr hatte zu schlafen. Irgendwann erkannte ich, dass es einen Weg aus dieser Grube geben musste. Ich versuchte, aufzustehen, aber die Schlagen waren zu schwer. Irgendwie musste ich ihnen vermitteln, dass sie von mir runter gehen sollten. Das beschäftigte mich noch einige Nächte, bis ich versuchte, mit ihnen telepathisch zu kommunizieren. Ich versuchte, das Bild, wie sie friedlich von mir herunterkriechen, um mich aufstehen zu lassen, in ihre Köpfe zu schicken. Da erlebte ich zum ersten mal etwas eigentlich eigenartiges, das auf der Astralebene aus meiner heutigen Sicht eine normale Fähigkeit zu sein scheint: Ich war plötzlich gleichzeitig ich und jede einzelne der Schlangen. Ich sah aus unzähligen Perspektiven gleichzeitig. Ich hatte gelernt, das Bewusstsein der Schlangen zu übernehmen und aus all ihren Augen schauen.

Ich hatte plötzlich die volle Kontrolle über die Situation, weil die Trennung zusammenbrach. Ich bewegte mich als die Schlangen von mir als "Ich" herunter. "Ich" war wohlgemerkt eine erwachsene Frau mit dunklen Haaren in einem weißen Umhang, obwohl ich damals in Wirklichkeit etwa sieben und dunkelblond war. Sobald ich mich also von den Schlangen, von meiner Angst und Machtlosigkeit befreit hatte, öffnete sich ober mir eine Falltür, durch die ich offenbar überhaupt erst in die Grube gekommen war. Dort warteten freundliche Männer und Frauen, die ebenfalls alle weiße Gewänder tragend, meine Einweihung gespannt beobachtet hatten und mein bestehen dieser Prüfung mit mir feierten.

Heute verstehe ich diese Erfahrung als meine Einweihung in die astrale Verschmelzung. Bewusstsein kann auf der Astralebene seine gewohnte Perspektive verlassen und in eine andere Gestalt, ein anderes Wesen oder ein energenetisches Feld eintreten, das streng genommen aus meiner Sicht auch ein Wesen ist. Man kann gleichzeitig verschiedene Perspektiven wahrnehmen und auch Einfluss ausüben. Die animistische Sichtweise, dass alles beseelt ist, ist dabei aus meiner Sicht wichtig, um mit dieser Fähigkeit ethisch umzugehen. Die Souveränität jedes Wesens darf gewahrt werden. Das Eindringen in das Bewusstsein anderer Wesen ist im Zweifelsfall ein Übergriff. Es handelt sich dabei um ein energetisch männliches Attribut, das Eindringen. Daher kann es bei mangelnder Verbindung mit der eigenen Weiblichkeit bei einer Frau zu starker Erschöpfung führen, wie ich lernen durfte.

Ich war nach dieser Einweihung jedenfalls länger diejenige, die machtlos und ängstlich war, zumindest nicht astral. Dass diese Erkenntnis voll bei mir ankam dauerte zugegeben noch nahezu zwei Jahrzehnte. Der Traum aber kehrte nie wieder.

Der Film Inception spielt mit einer verwandten Idee: Menschen betreten fremde Traumräume, verändern deren Architektur und versuchen, Gedanken zu beeinflussen. Das ist zwar nicht exakt das, was ich unter astraler Verschmelzung verstehe. Doch der Film berührt dieselbe unbequeme Frage: Was wird möglich, wenn Bewusstsein nicht mehr an die gewohnte Identität gebunden ist? Welche ethischen Fragen wirft die Astrale Realität auf? 

Diese Fähigkeit trägt jeder Mensch in sich und nutzt sie im Schlaf oft unbewusst. Gerade deshalb braucht sie eine klare Ethik. In das Feld eines anderen Menschen einzutreten oder ihn astral zu beeinflussen, ist keine Spielerei. Bei Menschen sollte diese Kraft ausschließlich bewusst, mit ausdrücklicher Zustimmung und zum höchsten Wohl eingesetzt werden. Man muss nicht alles tun, was möglich ist, nicht alles, was möglich ist, ist gut. Integer gelebte Macht zeigt sich auch, Grenzen anderer nicht zu überschreiten.

Luzides Träumen, REM-Schlaf und Trancemission

Ein luzider Traum ist ein Traum, in dem du während des Träumens erkennst, dass du träumst. Dieses Phänomen ist wissenschaftlich belegt. In Schlaflaboren können luzid Träumende zuvor vereinbarte Augenbewegungen ausführen und damit aus dem Traum heraus signalisieren, dass sie sich ihres Zustands bewusst sind. Forschenden gelang sogar eine einfache Kommunikation mit Menschen während eines luziden Traums.

Luzide Träume treten überwiegend im REM-Schlaf auf. REM steht für „Rapid Eye Movement“, weil sich die Augen in dieser Schlafphase schnell bewegen, während die meisten Skelettmuskeln stark gehemmt sind. Die Traumforschung zeigt allerdings auch, dass Menschen auch in anderen, "Nicht-REM" Schlafphasen träumen. REM-Träume sind im Durchschnitt länger, bildhafter, emotionaler und erzählerischer.

Wissenschaftlich lässt sich also sagen: Luzides Träumen ist real und messbar. Träume sind nicht ausschließlich auf den REM-Schlaf begrenzt. Ob ein Bewusstsein dabei tatsächlich eine nichtphysische Ebene bereist, kann mit wissenschaftlichen Methoden weder bestätigt noch als spirituelle Erfahrung vollständig erfasst werden. Dies ist auch nicht die Aufgabe der Wissenschaft. Wissenschaft beantwortet Fragen nach dem allgemeingültigen "Wie", während die Spiritualität das höhere "Warum" durch eigene Erfahrung erforscht.

Meine spirituelle Überzeugung ist weiters: Der REM-Schlaf, in dem die intensivsten Träume stattfinden, ist derselbe Zustand, der in Trancemission bewusst erzeugt wird. Er ist die astrale Arbeit. Wenn du mich bereits einmal während der Trancemision beobachtet hast, siehst du, dass dabei mein Körper und vor allem meine Augenlider zittern. 

Die Schlafforschung beschreibt die körperlichen und neurologischen Vorgänge. Die spirituelle Lehre beschreibt ihre Bedeutung. Für mich widersprechen sich diese Perspektiven nicht. Ein gemessener Gehirnzustand erklärt, was im Körper geschieht. Er entscheidet nicht abschließend darüber, wohin Bewusstsein reicht, und was es energenetisch bewirken kann.

Tempelschlaf im alten Ägypten

Die Vorstellung, Schlaf könne ein heiliger Zugang zu Wissen, Heilung und göttlicher Führung sein, ist sehr alt.

Im alten Ägypten galten Träume als mögliche Botschaften der Götter und als Omen. Davon zeugt unter anderem ein erhaltenes ramessidisches Traumbuch, das heute im British Museum aufbewahrt wird. Es ordnet Traumbilder danach, ob sie als günstig oder ungünstig verstanden wurden. Rituale zur bewussten Anrufung von Traumbotschaften sind ebenfalls aus ägyptischen Quellen bekannt.

Besonders im späteren und griechisch-römischen Ägypten begegnen wir dem Tempelschlaf als Form der Trauminkubation. Menschen suchten einen heiligen Ort auf, bereiteten sich rituell vor, richteten eine konkrete Frage oder Bitte an eine Gottheit und schliefen im Bereich des Heiligtums. Im Traum erhofften sie sich eine Antwort, eine Begegnung oder Heilung.

Sehr gut belegt ist, dass Träume in Ägypten religiöse Bedeutung hatten. Die Quellenlage für institutionalisierte Tempelschlafpraktiken ist in späteren Epochen deutlicher als im frühen pharaonischen Ägypten. Der geistige Kern bleibt dennoch klar: Der Mensch ging nicht einfach schlafen. Er trat rituell vorbereitet in einen heiligen Traumraum ein.

Das ist die entscheidende Qualität des Tempelschlafs. Der Schlaf wurde zum Ritual. Der Traum wurde nicht als bedeutungsloses Nebenprodukt betrachtet, sondern als möglicher Kontaktpunkt zwischen Mensch, Gottheit und unsichtbarer Welt.

Tempelschlaf können wir auch heute praktizieren, selbst wenn wir nicht in einem antiken Heiligtum schlafen. Wir können unseren Schlafraum energetisch reinigen, unsere Geistführer anrufen und eine klare Frage oder Absicht formulieren. So wird aus dem Schlafzimmer für eine Nacht ein Tempel.

Andere spirituelle Wege durch Traum und Schlaf

Bewusste Traumarbeit erscheint in vielen spirituellen Traditionen in unterschiedlichen Formen.

Griechische Trauminkubation

Im antiken Griechenland wurde die Trauminkubation besonders mit Asklepios, dem Gott der Heilung und Medizin, und seinen Heiligtümern verbunden. Suchende schliefen in einem dafür bestimmten heiligen Bereich, um im Traum eine Begegnung mit der Gottheit, einen Hinweis oder Heilung zu empfangen. Die Praxis wurde enkoimesis genannt. Inschriften aus Epidauros berichten von Menschen, die ihre Heilung göttlichen Träumen oder Visionen zuschrieben. 

Tibetisches Traumyoga

Im tibetisch-buddhistischen Traumyoga wird die Fähigkeit geübt, während des Träumens bewusst zu bleiben. Ziel ist nicht nur, den Traum nach eigenen Wünschen zu steuern. Die Praktizierenden erforschen, wie wirklich eine vollständig vom Bewusstsein erzeugte Welt erscheinen kann. Sie üben, Traumgestalten zu verwandeln, durch feste Formen zu gehen und Angst nicht länger als Beweis einer tatsächlichen Gefahr zu behandeln. Dadurch soll auch die scheinbare Festigkeit der Wachwelt durchschaut werden.

Yoga Nidra und bewusster Schlaf

Yoga Nidra wird oft als „yogischer Schlaf“ bezeichnet. Der Körper sinkt in tiefe Entspannung, während ein Rest von Bewusstheit erhalten bleibt. Yoga Nidra ist nicht automatisch eine Astralreise. Die Praxis schult jedoch genau jene Schwelle, an der der Körper schläft oder beinahe schläft, während das Bewusstsein wach bleibt. Damit kann sie eine wertvolle Vorbereitung auf luzides Träumen und Astralreisen sein.

Schamanische Seelenreise

In animistischen und schamanischen Traditionen reist die Seele oder das Bewusstsein in nichtalltägliche Welten, um Geistwesen zu begegnen, Wissen zu empfangen oder Heilung zu bringen. Diese Reise findet nicht zwingend im Schlaf statt. Trommeln, Gesang, Rhythmus, Dunkelheit und Trance können einen vergleichbaren Übergang ermöglichen. Häufig ist dabei von einer oberen, mittleren und unteren Welt die Rede.

Gebet, prophetischer Traum und Trauminkubation

Auch in jüdischen, christlichen und islamischen Überlieferungen finden sich Träume, in denen Menschen Führung, Warnungen oder Offenbarungen empfangen. Nicht jede dieser Traditionen spricht von Astralreisen. Gemeinsam ist ihnen jedoch das Wissen, dass Schlaf ein Zustand sein kann, in dem die gewöhnliche Kontrolle des Tagesbewusstseins zurücktritt und eine andere Form des Empfangens möglich wird.

All diese Wege sind nicht identisch. Doch sie erinnern uns daran, dass die moderne westliche Vorstellung vom Schlaf als rein passivem Ausschalten historisch keineswegs selbstverständlich oder üblich war.

Vergangene Leben oder parallele Leben?

Ich glaube, dass jeder Mensch mehrere parallele Leben auf der Ebene des Multiversums führt.

Was wir als vergangenes oder zukünftiges Leben bezeichnen, muss von einer höheren Bewusstseinsebene aus nicht in einer geraden zeitlichen Linie liegen. Es kann gleichzeitig mit diesem Leben existieren. Ein Traum von einer anderen Epoche kann deshalb mehr sein als Fantasie. Eine Fähigkeit, die uns plötzlich vertraut ist, kann aus einem parallelen Leben in dieses Bewusstsein hinüberreichen. Auch eine Angst ohne erkennbare Ursache kann eine Verbindung zu einem anderen Leben entspringen.

Astralreisen, insbesondere in den Raum der Erinnerungen, wie ich die sogenannte Akasha Chronik nenne, können uns ermöglichen, Wissen und Können aus diesen Leben mitzunehmen. Wir können eine frühere oder parallele Verkörperung treffen, eine verlorene Fähigkeit zurückholen oder verstehen, weshalb sich ein bestimmtes Muster durch unser jetziges Leben zieht.

Die Astralebene kann ebenso Zugang zu Themen aus der Ahnenreihe und dem eigenen Unterbewusstsein, sprich verdrängten eigenen Erinnerungen, öffnen. Nicht jedes empfangene Bild muss dabei sofort eindeutig zugeordnet werden. Entscheidend ist, was sich dadurch im gegenwärtigen Körper und Leben verändert. Wird eine alte Angst geweckt? Kann die feststeckende Emotion endlich fließen? Dann kehrt eine Kraft zurück, die vorher durch das, was ich energenetische Verstrickung nenne, gebunden war.

So wird Astralreisen zu mehr als spiritueller Unterhaltung. Es ist eine urmenschliche Möglichkeit der Bereinigung und Integration von Erinnerungen.

Die Astralebene als Quelle der Kreativität

Im Traum gelten die Regeln der materiellen Welt nicht. Ein Haus kann atmen. Ein Tier kann lehren. Ein einziger Blick eines Meisters kann eine ganze Lebensgeschichte übertragen. Genau deshalb ist die Astralebene eine so mächtige Quelle für Kunst, Sprache, Rituale, Erfindungen und neue Lösungen.

Auch wissenschaftliche Studien weisen darauf hin, dass Schlaf kreative Verknüpfungen fördern kann. REM-Schlaf kann die Verbindung zuvor unverbundener Informationen im Gehirn unterstützen. Experimente zur gezielten Trauminkubation in der Einschlafphase zeigten außerdem, dass thematisch angeregte Träume die kreative Leistung nach dem Schlaf steigern können.

Für mich ist diese Fähigkeit in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Digitalisierung und Globalisierung geben uns nahezu unbegrenzten Zugang zu denselben Bildern, Trends und Ideen. Unsere inneren Bilder werden immer mehr durch ständigen Konsum von äußeren Bildern überlagert. Wenn alle dieselben Plattformen nutzen und dieselben Inhalte konsumieren, wird es schwieriger zu hören, was wirklich aus dem eigenen Innersten hochkommt und durch dich, durch deinen kreativen Selbstausdruck geboren werden will.

Astrale Arbeit ist eine Gegenbewegung dazu. Sie führt uns zurück in eine unkopierbare innere Bilderwelt. Keine künstliche Intelligenz und kein Algorithmus kann an unserer Stelle in die geistige Welt reisen. Wer bewusst träumt, gewinnt einen wichtigen Teil seiner inneren Macht zurück.

Schlafparalyse: medizinischer Zustand und spirituelle Schwelle

Bei einer Schlafparalyse ist das Bewusstsein bereits wach oder noch wach, während die für den REM-Schlaf typische Muskelhemmung anhält. Betroffene können sich für einige Sekunden oder Minuten nicht bewegen. Gleichzeitig können sehr lebhafte visuelle, akustische oder körperliche Wahrnehmungen auftreten. Medizinisch gilt die Schlafparalyse als REM-bezogenes Phänomen. Unregelmäßiger Schlaf, Schlafmangel und Stress können sie begünstigen.

Spirituell ist Schlafparalyse für mich ein Zeichen, dass ein Mensch die Fähigkeit zur bewussten Astralreise lernen sollte. Das Bewusstsein befindet sich bereits an der Schwelle zum australen Bewusstsein. Die Tür ist offen, doch die Person hat noch nicht gelernt, angstfrei und bewusst in den noch unbekannten Raum zu gehen.

Die medizinische Erklärung und die spirituelle Bedeutung schließen einander für mich nicht aus. Die Medizin beschreibt, weshalb der Körper vorübergehend unbeweglich bleibt. Die spirituelle Perspektive fragt, was das Bewusstsein in diesem geöffneten Zustand erfahren und lernen kann.

Wenn du eine Schlafparalyse erlebst, erinnere dich zunächst daran, dass der körperliche Zustand vorübergeht. Atme ruhig, richte deine Aufmerksamkeit auf einen Finger oder Zeh und versuche nicht, den ganzen Körper gewaltsam zu bewegen. Du kannst einen Schutzgeist rufen, dich auf dein Herz konzentrieren und bewusst entscheiden, ob du in die Astralwelt reisen oder vollständig in deinen physischen Körper zurückkehren möchtest.

Disclaimer:

Treten Schlafparalysen häufig auf, lösen sie starke Angst aus oder kommen ausgeprägte Tagesschläfrigkeit und andere Beschwerden hinzu, sollte das zusätzlich schlafmedizinisch abgeklärt werden. Spirituelle Deutung ersetzt keine medizinische Diagnose.

Astralreisen lernen: sieben praktische Zugänge

1. Erinnere dich wieder an deine Träume

Lege ein Notizbuch neben dein Bett. Bleibe nach dem Aufwachen kurz in derselben Position und frage dich, bevor du die Füße auf den Boden setzt: Wo war ich gerade?  Was habe ich heute Nacht erlebt?

Schreibe auch scheinbar belangloses, wie Farben, einzelne Sätze oder Körpergefühle auf. Die Fähigkeit der Traumerinnerung wächst durch Aufmerksamkeit. Wenn du deiner nächtlichen Erfahrung mehr Bedeutung beimisst, beginnt dein Bewusstsein, sich mehr davon zu merken.

2. Prüfe am Tag, ob du träumst

Frage dich mehrmals täglich ernsthaft: Träume ich gerade?

Lies einen Satz zweimal. Sieh auf eine Uhr, schau weg und wieder hin. Betrachte deine Hände. Im Traum verändern sich Schrift, Zahlen und Körperformen häufig. Wichtig ist, die Frage nicht mechanisch zu stellen. Unterbrich für einen Moment die Selbstverständlichkeit der Wachwelt. Diese Gewohnheit kann in den Traum übergehen und dort Luzidität auslösen.

3. Nutze MILD und Wake Back to Bed behutsam

MILD bedeutet „Mnemonic Induction of Lucid Dreams“. Wache nach ungefähr fünf Stunden Schlaf bewusst kurz auf oder bleibe bei deinem nächsten natürlichen nächtlichen Aufwachen kurz auf. Erinnere dich an den letzten Traum. Stell dir bildlich vor, wie du darin erkennst, dass du träumst, und wiederhole innerlich: „Wenn ich das nächste Mal träume, erkenne ich, dass ich träume.“

Danach schläfst du mit dieser Absicht wieder ein. Studien zählen MILD zu den besser untersuchten Techniken. Das kurze Aufwachen und erneute Einschlafen wird Wake Back to Bed genannt. Erzwinge es auf keinen Fall jede Nacht und opfere dafür keinen erholsamen Schlaf. Chronischer Schlafmangel ist sehr ungesund und hat weitreichende Folgen.

4. Erschaffe deinen eigenen Tempelschlaf

Wähle eine konkrete Nacht und bereite deinen Raum bewusst vor. Räume auf, lüfte, dusche oder bade und schalte digitale Reize frühzeitig aus. Entzünde eine Kerze, solange du noch wach bist. Lege ein Symbol deiner Geistführer, deiner Gottheit oder deiner Frage an dein Bett.

Formuliere nur eine Frage. Zum Beispiel:

„Welche Wahrheit darf ich heute Nacht erkennen?“

„Welche Kraft aus meiner Ahnenlinie will durch mich geheilt werden?“

„Welches Wissen aus einem parallelen Leben dient mir jetzt?“

Bitte darum, dass du nur das erfährst, was du sicher integrieren kannst. Lösche die Kerze und schlafe mit der Bereitschaft, zu empfangen. Deute den Traum am Morgen nicht ausschließlich mit einem allgemeinen Symbollexikon oder Chat GPT. Frage zuerst, was jedes Bild für dich persönlich bedeutet und welche Emotion es in deinem Körper auslöst.

5. Reise aus einem luziden Traum

Sobald du im Traum erkennst, dass du träumst, nutze dieses Bewusstsein sofort. Reibe deine Hände aneinander, berühre eine Wand oder beschreibe laut, was du siehst. Dann richte eine klare Absicht aus.

Du kannst eine Tür öffnen und bestimmen, wohin sie führt. Du kannst einen Geistführer rufen. Du kannst dich an einen Ort bringen lassen, der Wissen für dein gegenwärtiges Leben bereithält.

Kontrolle allein ist nicht das Ziel. Übe dich im Wechselspiel zwischen führen und empfangen. Manchmal ist das Wichtigste nicht das, was du im Traum bewussterschaffst, sondern das, was dir von selbst begegnet.

6. Nutze die Körper-schläft-Bewusstsein-wacht-Methode

Lege dich bequem hin und entspanne den Körper schrittweise, ohne die Aufmerksamkeit vollständig zu verlieren. Beobachte Bilder, Geräusche, Schwingungen oder das Gefühl von Schweben, ohne sofort darauf zu reagieren. Wenn der Körper sehr schwer oder weit entfernt wirkt, kannst du dir vorstellen, dich aus ihm herauszurollen oder an einem unsichtbaren Seil nach oben zu ziehen.

Diese Bilder sind keine körperliche Anstrengung. Sie geben dem Bewusstsein eine Bewegungsrichtung. Wenn Angst entsteht, kehre zum Atem und zum Gefühl des Körpers auf der Unterlage zurück. Du bestimmst, ob du weitergehst.

7. Kehre zurück und integriere

Eine Astralreise endet nicht mit dem Aufwachen. Schreibe auf, was du gesehen hast. Spüre, welche Emotion noch im Körper bewegt werden möchte. Frage dich, was die Erfahrung für dein gegenwärtiges Leben verändert.

Erdung ist Teil der Reise. Trink Wasser, iss etwas gesundes, erdendes, berühre den Boden und geh nach Möglichkeit barfuß an die frische Luft. Wissen, das nicht verkörpert wird, bleibt ein faszinierendes Bild. Erst durch Integration wird es zu einer wirkenden Kraft.

Warum ich jedem Interessierten empfehle, Astralreisen zu lernen

Ich empfehle Astralreisen, weil jeder Mensch bereits träumt und damit jede Nacht eine gewaltige Macht unbewusst nutzt, ohne sie bewusst zu lenken.

Wenn wir lernen, auf der Astralebene klar zu bleiben, lernen wir gleichzeitig, mit emotionaler Energie bewusster umzugehen. Wir können verdrängte Themen erkennen, Wissen aus parallelen Leben empfangen und unserer eigenen Kreativität wieder näherkommen. Wir können Channelings und Heilenergie aus der geistigen Welt empfangen und durch den Körper fließen lassen, ohne von jeder auftauchenden Emotion fortgerissen zu werden.

Ein erhöhtes Bewusstsein zeigt sich nicht nur darin, am Tag wacher zu sein. Es zeigt sich auch darin, in der Nacht nicht mehr vollständig zu vergessen, wer wir sind.

Energenetic Trancemission: Bewusstsein empfangen und Energie verkörpern

Die Energenetic Trancemission arbeitet genau an dieser Verbindung zwischen Quelle, geistiger Welt, emotionaler Energie und Körper.

In meiner Überzeugung ist die intensive astrale Arbeit des REM-Schlafs eine natürliche Form von Trancemission. Im Schlaf geschieht sie meist unbewusst. In der Methode lernen wir, diesen Empfang bewusst auszurichten. Wir verbinden uns mit Geistführern, empfangen Wissen und Channelings und lassen Transformation und Heilenergie durch das energenetische System und den Körper fließen.

Es geht nicht nur darum, etwas zu sehen. Es geht darum, die klare Verbindung halten zu können. Emotionale Energie darf sich bewegen, ohne die Führung zu übernehmen. Erkenntnis darf den Körper erreichen und zu verkörpertem Wissen, Können, werden.

Das Energenetic Trancemission Practitioner Training ist ein Einstieg in diese bewusste Zusammenarbeit mit der geistigen Welt. Du lernst, deinen Hauptgeistführer und Schützer kennenzulernen, Readings und Healings durchzuführen und deine Wahrnehmung so zu halten, dass du nicht nur empfängst, sondern das Empfangene auch sicher integrieren kannst.

Wenn dich Astralreisen, luzides Träumen und die geistige Welt rufen, ist dieses Interesse nicht zufällig. Du erinnerst dich an eine natürliche Fähigkeit, die du längst jede Nacht benutzt.

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Wissenschaftliche und historische Quellen

Die metaphysischen Aussagen dieses Artikels geben meine spirituelle Überzeugung und meine persönlichen Erfahrungen wieder. Sie werden von mir nicht als naturwissenschaftlicher Nachweis dargestellt. Die folgenden Quellen stützen die ausdrücklich wissenschaftlich oder historisch eingeordneten Abschnitte:

Hinweis: Energetische und spirituelle Arbeit ersetzt keine medizinische, psychiatrische oder psychotherapeutische Diagnose oder Behandlung.

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